Jetzt auch in Farbe: Malerei
Nächster Termin: Donnerstag 08.01.2026 11:00 - 16:30 Uhr
Alle Termine anzeigenThematisch entstammen die Themen nicht aus fantastischen Konstruk-tionen, sondern aus der uns umgebenden Realität. Reisen an den Oberrhein, nach Paris, Südfrankreich, Spanien, Marrokko, in die U.S.A. oder nach Südamerika bieten umfassende Inspiration. Schon früh konnte Werkmeister mit seinen Radierungen die Faszination an der Umwelt einen Rahmen geben.
1964 konnte Werkmeister mit seinem Umzug nach Hamburg die Liebe zu Nord-deutschland mit seinen Arbeiten als freischaffender Künstler zunehmend einen vertrauten Raum geben. Das Element Wasser spielt dabei ein wiederkehrendes Motiv. Entdecktes und Erlebtes wird eingenständig umgesetzt. Es sind weniger populär repräsentative Ansichten, vielmehr ist das Empfinden in der suggestiv realistischen Darstellung ausschlaggebend und die Quintessenz seiner Arbeiten. Die vielschichtige Wirklichkeit wird als unabdingbare Schönheit angesehen. Veränderungen werden dokumentiert und als einmalig unwiederbringlich empfunden.
Die Motive treten prägnant, in starken Konstrasten und dennoch gegensätzlich harmonisierenden Liniensystemen in Erscheinung. Harmonie und ein geometrisches Gerüst bilden die bildhaft-flächige Ordnung, die der Naturbildhaftigkeit mittels eigenständig hinzugefügter Elemente widersprechen.
Trotz seiner intensiven Arbeit auf dem Gebiet der Grafik war die Farbe und deren malerischer Ausdruck ein Faszinosum, dass Werkmeister stets beschäftigte. So belegen seine hier ausgestellten Guoachen, die nach den 1980er Jahren Studien und Fotografien in Marrokko entstanden, die Übertragung auf das Medium. Figurenszenen und Accessoires treten abwechslungsreich zu dem grafisch malerischen Geflecht ihrer Umgebung in Kontrast.
Dem gegenüber stehen die aktuellen Gemälde von einer Hamburger Industriebrache. Die ansonsten für Werkmeisters Grafik spezifischen Schwarz-Weiß-Abstufungen übernehmen nun intensiv die farblichen Differenzierungen in tiefgründiger Intensität. Das individuelle Erleben der Schönheit entfernt sich nicht von der Realität, sondern lässt das Objekt entdecken – gewährt seine Lust am Sehen dem Betrachter.