Schauspielerin und Aktivistin Gesine Cukrowski räumt in ihrem Buch-Debüt „Sorry, Tarzan, ich rette mich selbst!“ mit all den Mythen und Klischees auf, in denen wir es uns über viele Jahrzehnte gemütlich gemacht haben. Die Diskriminierung der Frau ist uns so in Fleisch und Blut übergegangen, dass wir wie Fische in einem Ozean des männlichen Blicks umherschwimmen, ohne uns dessen überhaupt bewusst zu sein. Dass und wie wir damit ein toxisches System stützen und tagtäglich die Erniedrigung von Frauen in Kauf nehmen und aufs Neue reproduzieren, erzählt Gesine Cukrowski in ihrem Buch.
Am Beispiel der weiblichen Rollenklischees in Film und Fernsehen gewährt Gesine Cukrowski uns spannende Einblicke in eine Welt, in der Glamour, Star-Appeal und (junge) Frauenkörper instrumentalisiert werden. Die Autorin zeigt, wie der männliche Blick durch die Filmkameras unser Leben und unsere patriarchal geprägten Rollenzuschreibungen nachhaltig beeinflusst. So fiel es auch jahrelang kaum auf, dass Frauen jenseits der Jahre ihrer Fruchtbarkeit in Film und TV kaum mehr vorkommen.
Über Gesine Cukrowski
Gesine Cukrowski (*1968) zählt zu den renommiertesten deutschen Schauspielerinnen in Film, Fernsehen und Theater. Im Jahr 2023 rief sie gemeinsam mit Silke Burmester (Palais F*luxx) die Initiative »Let’s Change the Picture« ins Leben, die sich für eine stärkere Sichtbarkeit von Frauen ab 47 im deutschen Film und Fernsehen einsetzt. Für dieses wegweisende Engagement wurden sie 2023 mit dem Ehrenpreis »Inspiration« des Deutschen Schauspielpreises ausgezeichnet sowie mit dem Impact of Diversity Award in der Kategorie »Best Diversity Campaign«. Für ihr langjähriges frauen- und gleichstellungspolitisches Engagement wurde Gesine Cukrowski im März 2025 zudem mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.