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Sonntag
06.12.2026
17:00Uhr
Wenn die Stille leuchtet - Ein Winterkonzert
Kultur
Ein Abend wie ein leiser Atemzug: Adventskonzert zwischen Sehnsucht und Ankommen Wenn die Tage kürzer werden und das Licht sanfter wird, beginnt jene besondere Zeit im Jahr, in der sich die Welt für einen Moment langsamer zu drehen scheint. Unser Adventskonzert lädt dazu ein, genau diesen besonderen Zauber zu erleben – das leise Warten, die wachsende Sehnsucht und die stille Freude auf das, was kommt. Mit Benjamin Brittens A Ceremony of Carols öffnet sich ein Klangraum von kristalliner Schönheit. Voller Bewegung, getragen von der Harfe, entfaltet sich eine Musik von seltener Kraft. Ein Werk, das seit Jahrzehnten zu den schönsten Kompositionen der Advents- und Weihnachtszeit zählt und in seiner Verbindung von Chor und Harfe bis heute einzigartig geblieben ist. Mit Ola Gjeilos The Rose entfaltet sich eine warme, innige Klangwelt. Seine Musik scheint zu atmen, sich zu öffnen und erzählt von einer Hoffnung, die leise wächst – wie eine Rose im Winter. Auszüge aus Margaret Burks This Holy Hour führen noch tiefer in diese Atmosphäre hinein. Burk antwortet darin auf Brittens Klangsprache – eigenständig, aber im hörbaren Dialog. Die Harfe begleitet den gesamten Abend wie ein feiner goldener Faden – mal schimmernd und leicht, mal ruhig und erdend. In ihrem Klang liegt etwas Zeitloses, das Erinnerungen weckt und zugleich ganz im Augenblick verankert. Zwischen den musikalischen Werken erklingen Texte aus Jaroslav Rudiš' Weihnachten in Prag. Sie erzählen von winterlichen Straßen, flüchtigen Begegnungen und dem Innehalten mitten im Leben. Sie lassen dabei Bilder entstehen, die weit über den Konzertabend hinaus nachklingen. So wird dieses Winterkonzert mit dem Titel „Wenn die Stille leuchtet“ zu einer Einladung, dem Lärm des Advents-Alltags für eine Weile zu entkommen und sich ganz dem stillen und zugleich klangvollen Moment hinzugeben.